1 Achtung: Besonderheit bei den Übergangsregelungen zur neuen DIN ISO 50001:2018

Wie bei den anderen Normumstellungen auch, gibt es bei der Umstellung auf die DIN ISO 50001:2018 eine Übergangsfrist von drei Jahren. Bis zum 21.08.2021 muss die Umstellung erfolgt sein.

Die Festlegungen zum Übergang, die durch das International Accreditation Forum IAF festgelegt werden, enthalten jedoch eine Besonderheit:

Ab dem 21.02.2020 können Audits nur noch auf der Grundlage der ISO 50001:2018 durchgeführt werden.

Es ist also anders als bei der DIN ISO 14001, bei der man sich über die gesamte Zeit des Übergangs nach alter oder neuer Norm zertifizieren und überwachen lassen konnte.

Welche Auswirkungen das auf das Unternehmen hat, hängt davon ab, in welchem Rhythmus sich das Unternehmen mit seinen Überwachungs- und Rezertifizierungsaudits befindet:

Beispiel 1
Wenn das Überwachungsaudit im Dezember 2019 fällig ist, kann es nach alter oder neuer Norm ausgeführt werden (=> weil vor dem 21.02.2020).

Wenn das Rezertifizierungsaudit im Dezember 2020 fällig ist, muss die Rezertifizierung nach der neuen Norm gemacht werden (=> weil nach dem 21.02.2020).

Beispiel 2
Wenn das Rezertifizierungsaudit im Dezember 2019 fällig ist, dann kann es noch nach alter Norm durchgeführt werden

Wenn dann das Überwachungsaudit im Dezember 2020 fällig ist, muss das Überwachungsaudit bereits nach neuer Norm gemacht werden (=> weil nach 21.02.2020).

Das Zertifikat würde dann aber nicht bis Dezember 2021 gelten, sondern nur bis zum 21.08.2021. Grund hierfür ist, dass nicht das Rezertifizierungsaudit, sondern nur das Überwachungsaudit nach der neuen Norm gemacht wurde.

Ab dem 21.02.2020 werden Erst-, Rezertifizierungs- und Überwachungsaudits nur noch auf der Grundlage der ISO 50001:2018 durchgeführt.

Interessant für Unternehmen
Für den Zeitpunkt der Umstellung sollte die geschilderte Besonderheit beim Übergang beachtet werden, um ein zusätzliches Audit zu vermeiden. Am besten spricht man das Thema frühzeitig mit seinem Zertifizierer durch.

Weiterführende Informationen:

https://www.dakks.de/sites/default/files/dokumente/dakks-umstellungsanleitung_50001-2018_20181130_v1.0.pdf

https://www.iaf.nu/articles/Key_ISO_management_system_standard_revisions_published/586

2 Verpackungsgesetz seit 01.01.2019 in Kraft – Unterstützung durch die Stiftung „zentrale Stelle Verpackungsregister”

Europaweit gilt für Verpackungen, dass der Hersteller eines Produkts auch die Produktverantwortung für die Verpackung übernimmt. Dies umfasst die Vermeidung, Wiederverwendung und Verwertung der Verpackung.

VerpackG
Die Umsetzung in Deutschland erfolgt über das Verpackungsgesetz (VerpackG), das seit dem 01.01.2019 in Kraft ist.

Die Stiftung „Zentrale Stelle Verpackungsregister” übernimmt in diesem Zusammenhang die Aufgabe, die Produktverantwortlichen zu registrieren.

Verpackungsregister LUCID
Der Stelle obliegt unter anderem die Einrichtung und Führung des Verpackungsregisters LUCID. Außerdem ist sie für die Prüfung zuständig, ob die im Vergleich zur bisherigen Verpackungsverordnung deutlich höheren Verwertungsquoten eingehalten werden. Die Stelle untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Umweltbundesamts.

Registrierungspflichtig sind künftig alle Hersteller von mit Waren befüllten Verkaufs- und Umverpackungen, die typischerweise beim privaten Endverbraucher anfallen. Das Verpackungsgesetz gilt unabhängig davon, ob die Produkte online oder im stationären Ladengeschäft vertrieben werden.

Die Firmen- und Markennamen der registrierten Unternehmen sind über das Verpackungsregister LUCID öffentlich sichtbar. Somit können z. B. Mitbewerber oder Verbraucher im Register prüfen, ob ein bestimmter Hersteller seinen Verpflichtungen nachkommt. Ist dies nicht der Fall, können bei fehlender Registrierung Bußgelder in Höhe von bis zu 100.000 Euro verhängt werden.

Überdurchschnittlich viel Verpackungsmüll in Deutschland
Übrigens: Deutschland belegt mit 220,5 kg Verpackungsmüll pro Kopf einen der Spitzenplätze in der Europäischen Union (Durchschnitt 167,3 kg pro Kopf). Dies geht aus den vom Umweltbundesamt veröffentlichen Zahlen für 2016 hervor.

Interessant für Unternehmen
Interessant für Unternehmen ist, dass dem Trend „Überwachung durch die Öffentlichkeit” ein weiteres Werkzeug hinzugefügt wird. Ähnlich wie bei der Veröffentlichung der Umweltinspektionsberichte im Internet oder der THRU-Datenbank (Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister/PRTR „Pollutant Release and Transfer Register”) wird auch über das Verpackungsregister Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit gesetzlich angeordnet.

Die Registrierung erfolgt in einem sehr schlanken Verfahren und nimmt nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch, sollte daher also kein Problem darstellen.

Weiterführende Informationen:

https://www.verpackungsregister.org/

https://www.umweltbundesamt.de/themen/neues-verpackungsregister-schafft-mehr-transparenz

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/aufkommen-verwertung-von-verpackungsabfaellen-in-11

3 UBA unterstützt kreislauffähiges Design

Um kreislauffähiges Design zu fördern, arbeiten seit 2016 Designzentren im Rahmen eines EU-Projekts mit dem Umweltbundesamt zusammen. Das EU-Projekt „EcoDesign Circle” will durch seine erarbeiteten Bildungs- und Beratungsangebote Ecodesign-Kompetenzen stärken. Es geht hierbei vor allem um die Designfachkräfte, wie beispielsweise (Produkt)Designerinnen und -designer in Unternehmen, oder auch um Lehrtätigkeiten in dem Bereich.

Als ein Ergebnis haben sechs KMU gemeinsam mit jeweils einer Designagentur sowie einer Expertin für Kreislaufwirtschaft nachhaltigere Produktalternativen oder Dienstleistungsangebote entwickelt.

Interessant für Unternehmen
Im Rahmen des Projekts wurde die Webplattform Sustainability Guide freigeschaltet, die Unternehmen und Designer/Innen einen Einstieg in kreislauffähige Gestaltung erleichtern möchte und aktuelle Praxisbeispiele enthält.

Die Webseite ist nicht nur für die Designer interessant. Für kleinere und mittlere Unternehmen gibt es auch interessante Fundstellen und Verweise für das Thema Lebensweg: Unter der Rubrik „methodes/life cycle assessment (LCA) finden sich interessante Links zu kostenfreien LCA-Tools wie beispielsweise open source LCA. Auch gibt es für Einsteiger in das Thema Verweise zu Carbon und Water Footprint.

Weiterführende Informationen:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/uba-foerdert-design-fuer-eine-kreislaufwirtschaft

https://idz.de/de/projects/ecodesigncircle.html

https://sustainabilityguide.eu/ (englisch)

https://sustainabilityguide.eu/methods/life-cycle-assessment/ (englisch)

4 Entwurf zur Neufassung der TA Luft

Das Zentrale Regelwerk zu Luftschadstoffen aus genehmigungsbedürftigen Anlagen ist die technische Anleitung Luft (TA Luft). Für über 50.000 Anlagen legt die TA Luft den Stand der Technik fest.

Die letzte Novellierung der Verwaltungsvorschrift war im Jahr 2002. Es besteht dringender Erneuerungsbedarf, damit die TA Luft

den aktuellen Stand der Technik widerspiegelt,

EU-Regelungen in nationales Recht umgesetzt werden können (BVT-Schlussfolgerungen).

Das Bundesumweltministerium (BMU) hatte bereits 2016 und 2017 Entwürfe für eine Novellierung vorgelegt. Diese wurden aufgrund starker Kritik aus der Industrie nicht umgesetzt. Der letzte Entwurf ist nun vom 16.07.2018.

Da das Thema für viele Unternehmen bedeutsam ist, wird auf die Neuerungen an dieser Stelle ausführlicher eingegangen.

Die wesentlichen Neuerungen:

Gleichziehen mit den Anforderungen aus den Durchführungsbeschlüssen zu den BVT-Schlussfolgerungen

In der TA Luft werden mehrere Regelungen aus dem EU-Recht in nationales Recht umgesetzt. Betroffen sind zahlreiche Vorsorgeanforderungen, welche in Durchführungsbeschlüssen der Europäischen Kommission zu Schlussfolgerungen über die Besten Verfügbaren Techniken (BVT-Schlussfolgerungen) auf der Grundlage der Industrie-Emissionsrichtlinie (Richtlinie 2010/75/EU) enthalten sind.

Zum Teil wird über die Anforderungen aus den BVT-Schlussfolgerungen auch hinausgegangen. Dies ist beim Anteil der organischen Stoffe im Abgas bei der biologischen Abfallbehandlung und bei verschiedenen Parametern für Schredderanlagen (Gesamtstaub, Gesamtkohlenstoff, Dioxine, Furane, PCB) der Fall.

Gegenüber den früheren Entwürfen wurden allerdings die zuvor abgesenkten Bagatell-Massenströme für Stick- und Schwefeloxide wieder angehoben.

Prüfung der Gefährdung von Anwohnern durch Bioaerosole

Bioaerosole sind luftgetragene Partikel biologischer Herkunft. Durch Bioaerosole übertragene bekannte Krankheiten sind zum Beispiel die Legionärskrankheit. Auch allergische Atemwegserkrankungen sind auf Bioaerosole zurückzuführen („Farmerlunge”). Bisher ist keine Dosis-Wirkungs-Beziehung ableitbar, von daher gibt es auch keine Grenzwerte.

Nach dem Entwurf der TA Luft ist zu prüfen, ob von Anlagen Immissionen von Bioaerosolen und Endotoxinen ausgehen, die sich nachteilig auf die Gesundheit der benachbarten Anwohner auswirken können. Hierzu gibt es bereits einen Leitfaden der Länderarbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI, Leitfaden zur Ermittlung und Bewertung von Bioaerosol-Immissionen Jan. 2014).

Der Entwurf der TA Luft folgt inhaltlich dem LAI-Leitfaden. Die Aufnahme in den Regelungsbereich der TA Luft soll zu einer erhöhten Rechtsklarheit für Anlagenbetreiber und Anwohner führen.

Anforderungen an Geruchsimmissionen: Geruchsrichtlinie GIRL wird aufgenommen

Erstmalig ist die Aufnahme von Regelungen zum Schutz vor erheblichen Belästigungen durch Geruchsimmissionen vorgesehen. Grundlage hierfür ist die Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL). Mit der Aufnahme der GIRL in die TA Luft 2018 sollen die Anforderungen an Gerüche bundesweit vereinheitlicht werden.

Verschärfung bei karzinogenen, keimzellmutagenen und reproduktionstoxischen Stoffen

Von großer Bedeutung für die menschliche Gesundheit sind die Emissionen von besonders gesundheitsschädlichen Stoffen. Zu diesen zählen in erster Linie solche, die karzinogen, keimzellmutagen oder reproduktionstoxisch sind oder bei denen der Verdacht auf eine entsprechende Wirkung besteht. Zu diesen Stoffen sind die Anforderungen in dem Entwurf der TA Luft angepasst worden.

Stärkung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie

Neu in die TA Luft aufgenommen werden sollen verfahrenslenkende Anforderungen zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie).

Für alle Anlagen wird der Stand der Technik vor allem im Hinblick auf besonders relevante Luftschadstoffe wie Stickstoffoxide oder Feinstaub überprüft.

und schließlich

Ergeben sich viele Änderungen in Kapitel 5.4 „Besondere Regelungen für bestimmte Anlagenarten”, in dem die Anforderungen für spezielle Anlagen festgeschrieben sind.

Auch die aktuellen Vorschläge des BMU werden stark kritisiert, weil sich gegenüber den früheren Entwürfen nur wenig verändert hat. Die novellierte TA Luft wird voraussichtlich im Jahr 2019 in Kraft treten.

Interessant für Unternehmen
Umweltmanagementbeauftragte sollten die Entwicklung im Auge behalten und sich vorbereiten.

Gerade Unternehmen mit IED-Anlagen (immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Anlagen) sollten mögliche BVT-Schlussfolgerungen zu ihren Anlagen kennen. Die in den BVT-Schlussfolgerungen veröffentlichen Werte (Bandbreiten) gelten mit einer Übergangsfrist von vier Jahren in Deutschland als Grenzwerte, das heißt, diese Werte werden sich auch in der TA Luft wiederfinden. Auf der Seite des Umweltbundesamts findet sich eine Aufstellung sämtlicher bisher veröffentlichter BVT-Schlussfolgerungen.

Es gibt auch Bereiche, bei denen sich inhaltlich nicht viel ändern wird, da sie bereits über andere Vorgaben geregelt sind. Durch ihre bundesweite Vereinheitlichung in der TA Luft kann aber der Vollzug stärker werden. Beispiel hierfür sind die Themen

Bioaerosole: die Anforderungen wurden aus der LAI-Richtlinie übernommen.

Girl-Richtlinie: Nach dieser hatte sich der Vollzug in den Ländern bereits gerichtet. Mit der Aufnahme in die TA Luft würde es nun bundeseinheitliche Regelungen geben.

Weiterführende Informationen:

https://www.bmu.de/gesetz/entwurf-zur-neufassung-der-ersten-allgemeinen-verwaltungsvorschrift-zum-bundes-immissionsschutzgeset/

https://www.hlnug.de/fileadmin/downloads/luft/Leitfaden-Bioaerosole_31-01-2014.pdf

https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/beste-verfuegbare-techniken/sevilla-prozess/bvt-merkblaetter-durchfuehrungsbeschluesse

5 Umsetzung der BVT-Schlussfolgerungen für Großfeuerungsanlagen

In einer kleinen Anfrage der Grünen wurde der Stand der Umsetzung der BVT-Schlussfolgerungen zu Großfeuerungsanlagen abgefragt. Der Antwort der Bundesregierung ist zu entnehmen, dass man zur Umsetzung plant, folgende Bundesimmissionsschutzverordnungen (BImSchV) anzupassen:

die 13. BImSchV (Verordnung über Großfeuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen)

und

die 17. BImSchV (Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen).

Die für die entsprechende Anpassung an die europäischen Anforderungen notwendige Überprüfung des Stands der Technik ist jedoch derzeit noch nicht abgeschlossen. Die Bundesregierung plant im Frühjahr 2019 einen Entwurf für die Änderungen der 13. und 17. BImSchV vorzulegen.

Interessant für Unternehmen
Betreiber von Großfeuerungsanlagen müssen sich auf Änderungen in den genannten BImSchV einstellen. Betroffene sollten die Antwort der Bundesregierung zur Einschätzung der Lage studieren (s. Link zu der Antwort der Bundesregierung in den folgenden Zeilen).

Weiterführende Informationen:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/041/1904132.pdf

http://eippcb.jrc.ec.europa.eu/reference/BREF/LCP/JRC107769_LCP_bref2017.pdf

6 WECOBIS – Basiswissen zu Umwelt- und Gesundheitsaspekten bei der Baustoffwahl

7 Best-Practice-Umweltberichterstattung/-Umwelterklärungen

8 Mitarbeiterbeteiligung bei EMAS

9 Neue Aufgabenleitlinie für EMAS-Gutachter veröffentlicht

Der Umweltgutachterausschuss hat eine aktualisierte Arbeitshilfe veröffentlicht: die „Leitlinie zur Prüfung nach EMAS – Aufgaben von Umweltgutachterinnen und Umweltgutachtern”.

Die Aufgabenleitlinie fasst zusammen, wie EMAS in der betrieblichen Praxis durch Umweltgutachter zu überprüfen ist.

Die aktualisierte siebte Fassung wurde vor dem Hintergrund der am 18. September 2017 in Kraft getretenen Verordnung (EU) 2017/1505 zur Änderung der Anhänge I bis III der EMAS-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1221/2009) erarbeitet. Das heißt, in der neuen Version sind jetzt auch die Änderungen der EMAS-Novelle 2017 integriert.

Zusätzlich sind in den Aufgabenleitlinien auch Neuerungen aus dem EMAS-Nutzerhandbuch integriert. Ein Beispiel hierfür ist der Umgang mit branchenspezifischen Referenzdokumenten oder das Stichprobenverfahren bei sogenannten „Multisite-Organisationen”. Bevor es das Stichprobenverfahren gab, mussten EMAS-Organisationen, die mehrere Standorte in ihre Registrierung einbeziehen wollen, jeden Standort eigenständig begutachten lassen. Jetzt können auch Sammelregistrierungen vorgenommen werden. Dies geht für ausgewählte Branchen über das „Stichprobenverfahren”, das den Begutachtungsaufwand von Organisationen mit vielen gleichartigen Standorten (sog. Multisite-Organisationen) reduziert.

Folgende Abbildung 2 ist aus den Aufgabenleitlinien entnommen und stellt übersichtlich die Ermittlung der Stichprobengröße bei dem Multisite-Verfahren vor.

Abb. 2: Beispiel für die Ermittlung der Stichprobengröße zur Begutachtung nach dem Stichprobenverfahren (Multisite) [2]

In der Leitlinie werden auch die geplanten Änderungen des Anhangs IV der EMAS-Verordnung aufgegriffen. Die geänderten Anforderungen an die Umweltberichterstattung (Umwelterklärung) werden in absehbarer Zeit auch im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Interessant für Unternehmen
Umweltbeauftragten von EMAS-validierten Organisationen ist die Lektüre des Leitfadens zu empfehlen, insbesondere, wenn die erste Validierung ansteht.

Während die EMAS-Verordnung die Anforderungen an das System enthält, beinhaltet der Leitfaden die Anforderungen an die Prüfung/Validierung. Das heißt, mithilfe des Leitfadens können die Anforderungen an die EMAS-Prüfung besser nachvollzogen werden.

Die Prüfinhalte der Umweltgutachter fließen auch in die Überarbeitung des Leitfadens für Umweltmanagementbeauftragte „In 10 Schritten zu EMAS”, dessen Neufassung im Laufe 2019 geplant ist. Nach Veröffentlichung wird an dieser Stelle darüber berichtet.

Weiterführende Informationen:

https://www.emas.de/fileadmin/user_upload/06_service/PDF-Dateien/Aufgabenleitlinie-Umweltgutachter.pdf

Zum Abschluss noch ein Zitat für unsere Umweltbeauftragten:

You are not Atlas carrying the world on your shoulder. It is good to remember that the planet is carrying you.

Du bist nicht Atlas, der die Welt auf seinen Schultern trägt. Es ist gut sich daran zu erinnern, dass die Erde dich trägt. [3]

Quellen

1 CASE STUDY – Involving employees in implementing EMAS, European Commission, Mai 2018
2 Leitlinie zur Prüfung nach EMAS; Umweltgutachterausschuss Nov. 2018
3 Vandana Shiva indische Physikerin und Philosophin